April 2007


Graffiti and News23 Apr 2007 02:26 pm


Wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet, ist der legendäre Hamburger Graffiti-Sprüher OZ letzten Freitag nach fünf Monaten U-Haft freigelassen worden. Die Anklage bröckelt wegen möglicher schwerer Rechtsfehler der Polizei. Die Richterin hält die Observation, für die zwölf Beamte im Einsatz waren, für rechtswidrig.

Im Prozess gegen Hamburgs ältesten und berüchtigsten Graffiti-Schmierer “Oz”, Walter Josef F. (57), bröckelt jetzt überraschend die Anklage. Der Grund: mögliche schwere Rechtsfehler der Polizei. Dies wurde am Freitag bekannt. “Ich habe den dummen Verdacht, dass hier einiges schiefgelaufen ist”, so die Amtsrichterin, spürbar verärgert. Und: “Oz” habe auch möglicherweise zu Unrecht fünf Monate in Untersuchungshaft gesessen. Die Richterin hob den Haftbefehl am Freitag auf.

In fünf Fällen soll der Alt-Graffiti-Sprayer, der seit rund 15 Jahren die Stadt verschandelt, am 13. und am 23. November 2006 in Barmbek Glasscheiben einer Bankfiliale, einer Telefonzelle und eines Fahrstuhls zerkratzt haben. Zudem habe er eine Hauswand verunstaltet, auf einem Zigarettenautomaten Buchstaben sowie ein sternförmiges Gebilde eingeritzt – und das alles nur einen Monat, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden war. “Oz” bestreitet die Vorwürfe.

Hintergrund: Vier von fünf Vorwürfen stützen sich auf Berichte einer polizeilichen Observation – mit zwölf Polizisten. Sie wollen “Oz” bei vier der Taten ertappt haben, nahmen ihn fest. Brisant: Da der Polizei nur eine “präventive” Observation erlaubt war, um den Mann von Straftaten abzuhalten, hält die Richterin die Aktion derzeit für rechtswidrig. “Das ist schon ein Hammer, was da gelaufen ist. Hier wurde sich eine Maßnahme zurechtgezimmert, die so gesetzlich nicht vorgesehen ist.” Graffiti-Sprayer “Oz” festzunehmen sollte das Ziel der Observation sein. So stand es im Antrag. Eine Vorgehensweise, die nicht rechtmäßig sei. “Der Verdacht ist hoch, dass Prävention von Anfang an nicht die Idee war bei der Observation.” Und weiter: “Das lässt sich wohl herauskriegen, wer dieses Ding verbrochen hat.” Auch beim Haftbefehl, der damals gegen “Oz” erging, geht die Richterin derzeit von einer “kompletten Fehleinschätzung” bei der Polizei aus. Denn: Anders als von den Ermittlern behauptet, habe “Oz” offenbar einen festen Wohnsitz gehabt. Daher habe eine Fluchtgefahr, mit der seine U-Haft damals auch begründet wurde, nicht vorgelegen. Sollten sich die möglichen Fehler bestätigen, würde “Oz” in vier Anklagepunkten freigesprochen, so die Richterin. “Ein wunderbares Verfahren, wo wir Interessantes erst in der Hauptverhandlung erfahren.” Am 3. Mai wird der Prozess fortgesetzt – “das Verfahren bleibt, auch wenn es nur um ein paar Kratzer geht, spannend”. (Hamburger Abendblatt)

Graffiti and News and Politics23 Apr 2007 02:17 pm

Die Stadtzürcher Graffiti-Beauftragte sieht rot: Wie 20 Minuten berichtet, hat eine Künstlergruppe hat im Cabaret Voltaire zur grossen Graffiti-Schlacht aufgerufen.

Richtig handwerklich und hemdsärmlig ging es am letzten Samstag in den Räumlichkeiten des Cabaret Voltaire im Niederdorf zu und her. Unter Anleitung des Londoner Künstlerkollektivs C6.org wurde gelocht, gestanzt und zurechtgeschnitten, bis die 20 Teilnehmer des Workshops «A Hack a Day» ihre Graffiti-Schablonen gebastelt hatten. Wie man die Kunst aus der Dose fachmännisch an die Hauswand bringt, demonstrierten die Künstler direkt an der Mauer des Cabaret Voltaire: Innert Sekunden lächelte Mona Lisa von der Wand.

Ausgerüstet mit Werkzeug und Fachwissen sollen sich die Kursteilnehmer nun in Zürich austoben. «Wir sehen den öffentlichen Raum als unseren Ausstellungsraum, der nun gehackt werden soll», erklärt Carmen von der Künstlergruppe Bitnik. Letztere hat bereits mit versteckten Abhörwanzen in der Oper für Aufregung gesorgt. Diesmal ist es die Graffiti-Beauftragte Priska Rast, die sich grün und gelb ärgert: «Ob die das als Kunst sehen, ist mir völlig wurscht. Sprayereien sind illegal.» Dazu aufzurufen sei völlig verantwortungslos.

Unterdessen haben die Künstler von C6.org ein halbes Dutzend Wände verziert. Ein Lageplan zum Standort ihrer Aktionskunst findet sich auf ihrer Webseite.

Music and News11 Apr 2007 04:12 pm

Kinder Zimmer Productions
Plan_Ja! (Kutti MC präsentiert) und Layup zeigen live in concert:

Kinderzimmer Productions (DE) und Dimlite (Bern)

Die deutschen Alternative-Hip-Hop-Legenden Kinderzimmer Productions & Band sind endlich mal wieder in Bern zu erleben! Wir freuen uns! U-Stadt and you don’t stop! Zudem spielt der Berner Musiker, Produzent & DJ Dimlite eines seiner hervorragenden Live-Sets, zwischen Soul, Hip Hop und Other. Host: Kutti MC.

Diesen Freitag, 13. April, 22.00 Uhr, Dampfzentrale, Bern
Vorverkauf: Olmo-Ticket, Zeughausgasse 14, 3011 Bern

Links: http://www.kinderzimmer-productions.de, http://www.myspace.com/dimheavy, http://www.myspace.com/kuttimc

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